:: Texte und Materialien

Drei Zitate zur Jungenarbeit

„Jungen brauchen Jungenarbeit, um ihr Jungesein im Modernisierungsdruck aneignen und bewältigen zu können. [… Sie] sind also auf Jungenarbeit angewiesen, um sich anders verhalten zu können, als dies Männlichkeitsbilder vorsehen und auf die Jungen mit Sozialisation eingeengt werden.“
Dr. Reinhard Winter, Pädagoge, forscht zur Jungenarbeit, Tübingen

„Das wichtigste ‚Medium’ in der Arbeit mit mir anvertrauten Jungen bin und bleibe ich selbst, und das als Mann (oder Frau).“
Alexander Bentheim, Herausgeber von Switchboard, Zeitschrift für Männer und Jungenarbeit, Hamburg

„Nur eins tut qualifizierte Jungenarbeit nicht: sie schreibt Jungen nicht vor, wie und wer sie sein sollen. […] Sozialpädagogik – und mit ihr die Jungenarbeit – kann nur der Assistent der eigenständigen Entwicklung der Jungen (oder Mädchen) sein. Assistenz verhindert man, wenn man die Jungen schon im Vorhinein […] nur zu Tätern oder nur zu Opfern macht, nur auf Defizite blickt und im Eigensinn nur Unheil entdeckt. Man macht schlechte Jungenarbeit, wenn man die Jungen domestizieren, präventivieren, kontrollieren, kolonialisieren will.“
Prof. Benedikt Sturzenhecker, FH Kiel, veröffentlicht zur Jugend- und Jungenarbeit



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